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Spanisch
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Verbreitung des Spanischen
Die spanische Sprache gehört zum romanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachen. Oftmals wird sie jedoch zusammen mit dem Katalanischen und dem Portugiesischen in die Kategorie der
iberoromanischen Sprachen eingeordnet.
Die spanische Schriftsprache wurde hauptsächlich vom Sprachgebrauch der zentralspanischen Region Kastilien geprägt und um die Sprache von den anderen in Spanien gesprochenen Sprachvarianten
– insbesondere Galicisch und Katalanisch – sowie der Nationalitätsbezeichnung „Spanisch“ abzugrenzen, wird das sogenannte Hochspanisch als kastilische Sprache (span. castellano) bezeichnet.
In der spanischen Sprache werden zwar lateinische Buchstaben verwendet, jedoch werden im modernen Spanisch der Akut-Akzent für Vokale und die Zeichen ñ und ü verwendet.
Weltweit zählt man etwa 360 Millionen Menschen, die Spanisch als Muttersprache sprechen, u.a. in Spanien, Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Nicaragua, Chile, den USA, Venezuela, Costa Rica,
Kuba und Peru. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, so kommt man insgesamt auf ca. 420 Millionen Sprecher weltweit. Zudem ist Spanisch in folgenden Ländern Amtssprache: Äquatorialguinea, Argentinien,
Bolivien, Chile, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Panama, der Dominikanischen Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Peru, Uruguay, Venezuela und den USA. Als offizielle Amtssprache
dient Spanisch in der Europäischen und der Afrikanischen Union sowie bei den Vereinten Nationen.
Somit ist Spanisch nach Mandarin-Chinesisch, Hindi und Englisch die am vierthäufigsten gesprochene Sprache.
Zur Geschichte der spanischen Sprache
Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung des Spanischen so kann man sagen, dass die spanische Sprache durch zahlreiche Einflüsse geprägt wurde.
Die ältesten uns bekannten Bewohner der iberischen Halbinsel waren die Iberer, ein Volk afrikanischen Ursprungs. Um etwa 600 v. Chr. kamen die Kelten über die Pyrenäen und vermischten sich
mit den Iberern zu den sogenannten Keltiberern. Das Baskische, das von ca. 850.000 Menschen am Golf von Biskaya beiderseits der spanisch-französischen Grenze gesprochen wird, ist das einzige sprachliche
Überbleibsel aus jener Epoche, die auch als Vorromanische Epoche bezeichnet wird.
Ab dem 3. Jahrhundert begannen die Römer mit der Eroberung der Iberischen Halbinsel, und bis zum Einfall der Goten im Jahr 414 sprach man bereits auf der gesamten Halbinsel Latein mit
lokalen Einfärbungen. Obwohl die Goten über drei Jahrhunderte lang die Herrschaft in Spanien hatten, hatten sie relativ wenig Einfluss auf die Sprache und das soziale Leben. Es gibt daher nur einige
wenige Wörter germanischen Ursprungs im heutigen Spanien.
Die Eroberung Spaniens durch die Araber, die 711 von Afrika aus ihre Expansion nach Osten und Norden der Halbinsel begannen, übte dagegen einen tiefgehenden und dauerhaften Einfluss auf das
Spanische aus. Die Araber besetzten über mehrere Jahrhunderte hinweg ganz Spanien, und als im Jahr 1492 die Rückeroberungsbewegung (Reconquista) mit dem Fall von Granada abgeschlossen war, waren bereits
viele arabische Elemente ins Spanische eingeflossen. Lehnwörter aus dem Arabischen sind zum Beispiel aceite (Öl) und aceituna (Olive).
Von sprachpolitischer Bedeutung waren außerdem die Reformen Ferdinands III. (1217 – 1252) und Alfons X. (1252 – 1282), die das Lateinische als Urkundensprache abschafften und somit für die
Übernahme dieser Funktion durch das Kastilische sorgten. Nach der Vereinigung der Königreiche Kastilien und Aragonien im Jahre 1479 wird Kastilisch zur Staatssprache des Königreichs Spanien.
Weitere Einflüsse auf das Kastilische und die spanische Sprachvarianten waren Asturisch-Leonesisch, Aragonesisch, Katalanisch und Galicisch, aus dem sich die Portugiesische Sprache
entwickelt hat.
Sprachvarianten des Spanischen
Ebenfalls eine Variante des Spanischen ist das sogenannte Judenspanisch oder auch Ladino. Dabei handelt es sich um das Spanisch der 1492 aus Spanien vertriebenen Juden Sephardim. Sie
leben heute in Griechenland, der Türkei, Israel, Nordmarokko und den USA.
Des Weiteren unterscheidet man vom Spanisch der Iberischen Halbinsel noch das argentinische Spanisch, das amerikanische Spanisch der USA, Spanglish und das amerikanische Spanisch, das in den spanischsprachigen Ländern Süd- und Mittelamerikas gesprochen wird.
Durch seine weite Verbreitung als am vierthäufigsten gesprochene Sprache ist das Spanische nicht nur eine der Hauptarbeitssprachen aller europäischer und internationaler Organisationen wie
dem Europaparlament und den Vereinten Nationen sondern eine der am häufigsten übersetzten und verdolmetschten Sprachen überhaupt.
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